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Mit Ostbrausepulver schmeckt der Sommer
Kerstin Rank lässt die Brause aus der Tüte seit
28.04.08 wieder sprudeln! Sommer, Sonne, Brausepulver.
Jedes Kind in der DDR liebte den Geschmack aus der
Tüte. Auch Kerstin Rank (39) aus Leipzig konnte
ihn nicht vergessen. Da ihre Suche nach dem Hersteller
erfolglos blieb, machte sie sich auf die Spur des
Brausepulvers, das sie in dieser Woche wieder auf
den Markt bringt.
Ganz Süße leckten einst das rote Pulver gleich pur.
Für 10 Pfennige bekam man 20 Gramm Fruchtgeschmack.
"Wenn man Wasser dazu gab, schäumte es so stark,
dass die Blasen beim Trinken bis zur Nasenspitze
blubberten", erinnert sich Kerstin Rank an das (Kinder-)
Glück aus der Tüte. Die lag auch noch in den Regalen,
wenn einst im Hochsommer der Handel vor der Hitze
kapitulieren musste und die Brause in der Flasche
knapp wurde.
Mit dem leckeren Getränk im Hosentaschenformat sind
Generationen von Kindern in der DDR aufgewachsen.
In der Wendezeit ging das Kult-Pulver unter. Brausepulver
aus dem Westen tauchte dafür auf. Weil Kerstin Rank
das Angebot ihres Leipziger Ostprodukteladens "Damals
war's HO" ständig erweitern möchte, suchte sie nach
dem ehemaligen Hersteller vom DDR-Brausepulver.
Sie recherchierte über ein Jahr erfolglos. Deshalb
begann sie in ihrer Küche zu experimentieren, um
so auf den Geschmack von damals zu kommen. Zusammen
mit einem Lebensmittellabor und einer kleinen Firma
entstanden unzählige Proben, die auf den Zungen
von sämtlichen Verwandten und Bekannten getestet
wurden. "Mal war das Pulver zu feinkörnig, mal zu
hell, mal mit zu wenig Schaum", zählt Kerstin Rank
auf. Schließlich gelang es ihr, mit heutigen modernen
Zutaten das Geschmackserlebnis von damals zu rekonstruieren.
Nun bietet sie das gute alte Brausepulver in einer
Nostalgieverpackung an. Vier Tütchen kosten bei
ihr im Laden 99 Cent. Jetzt hofft sie auf einen
heißen Sommer, damit recht viele Kunden zum Brausespaß
aus der Tüte greifen. Und die nächste Geschmacksrichtung
ist schon in Arbeit.
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